Monster
Die erste Woche an der Universität und damit die dritte Woche England liegen nun hinter mir. Doch erst jetzt fühle ich es wirklich. Ich werde nicht mehr an jedem Tag in jeder Minute mit neuen Eindrücken überflutet, sondern nehme das verarbeiten auf und komme langsam, Schritt für Schritt zur Ruhe.
In der letzten Woche hatte ich vor allem mit 5 alten Bekannten zu tun. Sehr enge Bekannte. Heimweh, Einsamkeit, Selbstzweifel, Versagens- und Zukunftsangst waren zu Besuch. Mit Selbstzweifel spiele ich ja schon seit Jahren immer mal wieder eine Partie Backgammon, natürlich gewinne ich nie. Heimweh und Einsamkeit spielen am liebsten gemeinsam und Versagens- und Zukunftsangst sind Freunde von Selbstzweifel, hängen also auch meist gemeinsam rum. In der letzten Woche haben wir nun viele Stunden beim gemeinsamen Kartenspiel verbracht und ich habe jede Runde verloren.
Es war nicht so, dass mich die ersten Vorlesungen und Seminare überfordert hätten. Es war eher der Fakt dies alles allein zu tun. Ich war nie gut darin Zeit mit mir zu verbringen. Es war egal was ich versucht habe, die 5 ließen sich einfach nicht abschütteln. Keine Ausflüge, keine guten Bücher, kein Keanu, keine Briefe, keine Telefonate, NICHTS konnte meine Monster dazu bewegen zu verschwinden.
Bis ich irgendwann, nicht zuletzt durch ein wunderbares Skype- und ein weiteres wunderbares ICQ Gespräch, eine klitzekleine Erkenntnis hatte. Meine Monster und ich haben eines gemeinsam. Unser gemeinsames Hobby ist das Fürchten! Wenn ich die letzten Monate und vor allem das Jahr vor dem Examen Revue passieren lasse, bleibt vor allem dieses eine Hobby: Fürchten! Ich liebe es mir Angst vor allem und jedem zu machen. Ergibt sich gerade nichts Gegenwärtiges vor dem ich mich ängstigen könnte, fürchte ich mich vor Zukünftigem, oder grabe längst vergessene Ängste aus. Und einfach so fasste ich einen Entschluss.
Ich werde meinen Monstern die Freundschaft kündigen und mich in Zukunft nur noch mit mir selbst zum Backgammon verabreden. So lernt man sich doch schließlich kennen, oder? So fangen Freundschaften an! Ich werde mich öfter mal zu einem Kaffee einladen.
Dieser Entschluss, eine kleine Shoppingtour und ein Flirt mit dem Verkäufer, sowie ein kleines Kompliment der Verkäuferin vertrieben letztlich meine Monster. Sicher wird das ein oder andere immer Mal vorbeischauen. Doch ich hoffe sie bleiben dabei, lieber zusammen Poker zu spielen, als mich immer um meinen Einsatz zu bringen.
Ich werde derweil lächelnd mit einem Kaffee am Strand sitzen und mir zuhören. Wer weiß, irgendwann hab ich vielleicht eine neue Freundin.
In der letzten Woche hatte ich vor allem mit 5 alten Bekannten zu tun. Sehr enge Bekannte. Heimweh, Einsamkeit, Selbstzweifel, Versagens- und Zukunftsangst waren zu Besuch. Mit Selbstzweifel spiele ich ja schon seit Jahren immer mal wieder eine Partie Backgammon, natürlich gewinne ich nie. Heimweh und Einsamkeit spielen am liebsten gemeinsam und Versagens- und Zukunftsangst sind Freunde von Selbstzweifel, hängen also auch meist gemeinsam rum. In der letzten Woche haben wir nun viele Stunden beim gemeinsamen Kartenspiel verbracht und ich habe jede Runde verloren.
Es war nicht so, dass mich die ersten Vorlesungen und Seminare überfordert hätten. Es war eher der Fakt dies alles allein zu tun. Ich war nie gut darin Zeit mit mir zu verbringen. Es war egal was ich versucht habe, die 5 ließen sich einfach nicht abschütteln. Keine Ausflüge, keine guten Bücher, kein Keanu, keine Briefe, keine Telefonate, NICHTS konnte meine Monster dazu bewegen zu verschwinden.
Bis ich irgendwann, nicht zuletzt durch ein wunderbares Skype- und ein weiteres wunderbares ICQ Gespräch, eine klitzekleine Erkenntnis hatte. Meine Monster und ich haben eines gemeinsam. Unser gemeinsames Hobby ist das Fürchten! Wenn ich die letzten Monate und vor allem das Jahr vor dem Examen Revue passieren lasse, bleibt vor allem dieses eine Hobby: Fürchten! Ich liebe es mir Angst vor allem und jedem zu machen. Ergibt sich gerade nichts Gegenwärtiges vor dem ich mich ängstigen könnte, fürchte ich mich vor Zukünftigem, oder grabe längst vergessene Ängste aus. Und einfach so fasste ich einen Entschluss.
Ich werde meinen Monstern die Freundschaft kündigen und mich in Zukunft nur noch mit mir selbst zum Backgammon verabreden. So lernt man sich doch schließlich kennen, oder? So fangen Freundschaften an! Ich werde mich öfter mal zu einem Kaffee einladen.
Dieser Entschluss, eine kleine Shoppingtour und ein Flirt mit dem Verkäufer, sowie ein kleines Kompliment der Verkäuferin vertrieben letztlich meine Monster. Sicher wird das ein oder andere immer Mal vorbeischauen. Doch ich hoffe sie bleiben dabei, lieber zusammen Poker zu spielen, als mich immer um meinen Einsatz zu bringen.
Ich werde derweil lächelnd mit einem Kaffee am Strand sitzen und mir zuhören. Wer weiß, irgendwann hab ich vielleicht eine neue Freundin.
Also die 5 haben gemeinsam unter einem Pseudonym ein sehr interessantes Buch veröffentlicht. Ich schick dir das mal. LG Mama
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