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Es werden Posts vom 2010 angezeigt.

Vorweihnachtliches

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Ich habe etwas gefunden, dass ich doch backen kann: Stollen! Das Bild zeigt den ersten Stollenversuch meines Lebens und das Ergebnis ist köstlich und schon halb verspeißt. Dies ist allerdings die schnelle Quarkstollenvariante. Zwei Hefestollen warten im Kühlschrank darauf morgen gebacken und am Sonntag von Sues Familie bzw. Weihnachten von Beas Familie verspeißt zu werden. Ich habe mir also ein Stück Heimat hergebacken! Köstlich! Die notwendigen Einkäufe dazu erledigte ich ausnahmsweise mal in Hove. Ich habe mir schon seit einiger Zeit vorgenommen mir mal meine neue Nachbarschaft genauer anzusehen. Wie ich feststellen durfte kann sich die kleine Innenstadt hier sehr wohl mit der von Brighton messen. Vielleicht verschaffen euch die Bilder ja einen vergleichenden Eindruck. Ich fand hier alles was ich brauche: Bank, Lieblingskaffeeausschenker, Kramsläden, Supermarkt und KFC. Vielleicht werde ich Bea nun doch öfter überreden mich dort zu treffen statt in Brightons Zentrum. Das letzte Bild...

1 Woche 2 Tage 2 h 40 min

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Dann habe ich hoffentlich mein Gepäck in der Hand und verlasse in einem silbernen PKW das Flughafen gelände in Berlin. Ich habe solches Heimweh, aufzuzählen was ich nicht vermisse würde weniger Zeit und Zeilen in Anspruch nehmen. Erzählen wollte ich euch jedoch von der seltenen Gelegenheit hinter die Kulissen einer Mädchenprivatschule schauen zu dürfen. Natasha (die 10 Jährige und damit Älteste der drei Teufel) lud mich am letzten Freitag morgen spontan zu ihrer Aufführung am späteren Nachmittag ein. Wir hatten die letzten Wochen damit verbra cht Recherche über Indien anzustellen, Poster anzufertigen, Vortäge auszuarbeiten und Text zu lernen. Ich fand die Idee großartig mir also ein Teilresultat in Form der Theateraufführung ansehen zu können. Die Mutter hatte nichts dagegen und so versteckte ich mich in der vierten Reihe zwischen peinlich stolzen Eltern neben meiner ununterbrochen die Kamera zückenden Hausherrin. (Natasha sitzt in der unteren Reihe an zweiter Stelle von links) Es war ...

Anne²

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Die Ankündigung, dass wir uns nochmal auf den Weihnachtsmarkt begeben hatte ich ja schon gemacht. Am letzten Samstag war es dann soweit. Da am letzten Dienstag mein Konto mit hart erarbeitetem Geld gefüttert wurde, beschloss ich, dass ich mich auf dem Weihnachtsmarkt ordentlich mit Köstlichkeiten füttern würde. Bevor wir jedoch zum Essen kamen hatten wir schon den ersten Mulled Wine getrunken. Mit sicherem Händchen hatten wir uns den perfekten Stand ausgesucht. Ich kannte Mulled Wine ja bisher nur als trübe Brühe mit halben Orangen und ganzen Gewürzen. Kein sehr ansprechender Anblick. Doch das was wir dort am Samstag getrunken haben lässt sich ohne Sorge als Glühwein bezeichnen. Die Wirkung ließ auch nicht lang auf sich warten und nach bereits zehn Minuten wankten Anne² angesäuselt und laut lachend über das Märktchen. Von deutschen Touristen umzingelt kamen wir uns doch sehr heimisch vor. Über Dresdner Handbrot, Bratwurst, Pommes und Zuckerwatte futterten wir uns bis zum Fudge. E...

Eingeschneit

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November

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Der 11. Monat im Jahr erfreut sich nicht gerade großer Beliebtheit bei mir. Wenn es nach mir geht könnte der sonnige Spätsommer direkt in die Vorweihnachtszeit übergehen. So habe ich das dann auch gleich einmal gehandhabt und mir am letzten Sonntag das Winter Wonderland in London angesehen. Am Abend zuvor gab es schon beeindruckend weihnachtliche Dekoration im Westfield Shopping Center zu bewundern. Dort gibt es sogar mitten in der Mall eine Eislaufanlage! An der Südseite des Hydeparks wird seit ein paar Jahren in jedem Winter eine Art Weihnachtsmarkt errichtet.  Dieser besteht im wesentlichen aus drei Teilen: Einem kleinen Jahrmarkt für Kinder, einem etwas größeren Jahrmarkt für Halbwüchsige und solche die sich Erwachsene nennen und ein kleines Dorf mit lauter Buden à la  traditionellem Weihnachtsmarkt. Als Anne und ich den ersten Fuß aufs Gelände gesetzt hatten fiel uns bereits der erste Süßwarenwagen auf. Nicht nur wegen des leckeren Angebots. Werft mal einen Blick auf die Dekorati...

Abschlussfeier

Ich erinnere mich noch zu gut an meine Abschlussfeier zum bestandenen Staatsexamen in Dresden. Wir waren in etwa 30 Studenten, hockten zusammen mit Familie, Freunden und Kollegen im "Saal" des Rektorats und ließen uns von juristischen Selbstbeweihräucherungen unserer nun ehemaligen Professoren langweilen. Mein Vater hatte leider nicht wie auf meinem Abiball die Möglichkeit sich mit Vodka-Cola zu unterhalten, also schlief er irgendwann ein. Meine Mutter war ganz tapfer, verstand aber auch kein Wort von dem was dort vorging. Mein Liebster durfte sich garnicht erst mit langweilen, da ja die halbe Fakultät der Räucherung beiwohnen musste anstatt den Familien der Absolventen den Vortritt zu lassen. Ich habe es trotzdem genossen. Es war ja meine Abschlussfeier. Am 28. Januar nächsten Jahres bekomme ich nun eine wirkliche AbschlussFEIER. In einem von Brightons Wahrzeichen wird uns in festlicher Kleidung, Umhang und mit Hütchen unser Abschlusszertifikat übergeben. Es gibt genug Plätz...

LL.M.

HAB ICH! 63,88 Prozent = Merit = 2.1 = Na, nicht schlecht! Die Ergebnisse des LL.M. sollten ja nun am letzten Dienstag endlich veröffentlicht werden. Es wurde eine Liste sowohl online gestellt als auch an einem Board im Foyer der Juristischen Fakultät für jeden zugänglich befestigt. Jeder der seinen Namen auf der Liste fand, wusste das er bestanden hat. Mein Name war auf keiner der Listen. Nach einer kurzen Panik und einer Überprüfung meiner Teilergebnisse online wusste ich schnell, dass das Problem wieder einmal mein Auslandstrimester in Frankreich war. Die Franzosen hatten es verschlafen meine Ergebnisse in der geforderten Form einzureichen. Alles was ich und auch die Universität zu sehen bekamen war eine E-Mail. Da saß ich nun, mit der ganz aufgedrehten Bea neben mir (69,12 Prozent = Distinction = 1,5 = Man, bissu schlau!) und konnte mich nicht mal wirklich freuen. Irgendwann schlugen der Dekan der Juristischen Fakultät und der Dekan für die LL.M Studiengänge auf und entschuldigten ...

Halloween

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Litschiaugäpfel mit Blaubeerpupille in Erdbeerblutgelee

"How are you?"

Eine Frage die man je nach Persönlichkeit vollkommen unterschiedlich ehrlich beantworten würde. Der Eine sagt nur "Gut, und selbst?", ein Anderer meint schon eher "Naja, könnte besser gehen, aber erzähl doch von dir!" und ein Dritter äußert sich schwafelnd und kommt nach 1 1/2 Stunden zum Schluss mit dem Satz "Ich muss leider los, aber schön das es dir gut geht." Ich werde gern gefragt wie es mir geht. Ich gehöre zur Kategorie der Anderen. Zuerst taste ich den Gemütszustand meines Gegenübers ab bevor ich selbst erzähle. Doch gerade bin ich froh, dass mich kaum jemand wirklich ehrlich danach fragt wie es mir geht. Ein "Gut, und selbst?" würde mir vorkommen wie eine Lüge, doch es gibt keine Katastrophen zu vermelden. Die Regentage spielen mit meinem Gemütszustand Ping-Pong. Die Wärme der Sonne weicht aus der Luft und so weicht auch das Gefühl von Sicherheit und Überzeugung. Doch das ist in jedem November so. So ist mein November. Hingegen neu ist d...

So gut geht es mir hier...

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.... meistens.

Herbstgedanken

Ich spüre die Hand im Rücken. Den Druck auf meiner Wirbelsäule. Meine Absätze schrumpfen und verschmelzen mit dem Asphalt. Der Teer kriecht meine Fußgelenke und Schienbeine hinauf und greift nach meinen Knien. Sie ist nicht stark genug um mich wirklich vorwärts zu schieben, doch auf ihre Wärme hin löst sich die Schwärze von meinen Beinen und sie bewegen sich wie von selbst. Mein Kopf ist leer. Hier wird sich alles ändern. So nah war ich diesem Ungeheuer noch nie. Es scheint das Haus überragen zu können in dem ich wohne. Grinsende Damen in zu hellen Feinstrumpfhosen und albernen Hüten. Die fordernde Hand reißt Witze. Ich höre nicht zu, lache aber hin und wieder abwesend, wenn sie lacht. Stufen. Ich glaube 13. Die Hand verschwindet und hinterlässt einen immernoch wärmenden Abdruck. Wir sitzen. Irgendwer redet, irgendwer niest, irgendwer meckert, sie lacht und die Hand ergreift meine. Ihr Ring schmerzt beim festen Zugreifen. Das tut gut. Es lenkt ab davon den Boden unter den Füßen zu ve...

Nachbarschaft

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Ich habe wenig Neues zu berichten und dachte deshalb ich könnte euch mit ein paar Belanglosigkeiten unterhalten. Mein Au-Pair Job macht mir immer mehr Freude und immer weniger Stress. Auf das Unterrichten warte ich sehnsüchtig und mein Supervisor hat durchblicken lassen, dass meine Abschlussarbeit die Mindestanforderungen des PHD wenigstens erfüllt, wahrscheinlich aber sogar übertrifft. Es besteht also die winzige Möglichkeit, dass ich dieses Studium mit Auszeichnung abschließen werden. Aber psssst (!) offiziell wissen wir das noch nicht. Mein Liebster war mit Familie ein paar Tage auf der Insel und so kam ich sogar in den Genuss kuschliger Gesellschaft an den ersten wirklich kühlen Herbsttagen des Jahres. Ich habe keine Socken mehr ohne Löcher, besitze aber neue, im Designer Outlet erstandene, Kleidung, welche einem "Teaching Assistant" gerecht wird. Ich sollte nur vermeiden die Schuhe abzulegen! Die Rugbytrainingzeiten der Unimannschaft wurden überraschenderweise um zwei St...

Jahr Zwei

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Am 03.09.2010 wollte ich abreisen. Der Flug gegen 06.50 Uhr sollte es werden. Die Arbeit würde von Bea für mich abgegeben werden und die Schlüssel lägen bei meinem Vermieter im Briefkasten. Ich bin noch hier und beginne von vorn. Ich wohne jetzt in Hove, dem westlichen Teil von Brighto n & Hov e, wie die Stadt in der ich lebe eigentlich heisst. Abgesehen von d em Kater Bruce ist dies ein reiner Weiberhaushalt. Nach nun drei Wochen leben und wohnen mit drei Kindern und einer Karrierefrau fange ich erst jetzt an mich wirklich einzuleben. Bis zur Abgabe meiner Abschlussarbeit am Montag lief das Au-Pair dasein eher nebenher. Ich funktionierte und das musste erstmal reichen. Jetzt realisiere ich die wirklichen Veränderungen: Der sehr einge schr änkte Busverkehr am Abend, der mich 1/3 meines Nannygehaltes in Taxis investieren lässt; Das für meine Arbeitszeiten zu frühe Rugbytraining welches daher für mich weiterhin ausfällt; Die Herausforderung Bestandteil eines Haushalts und einer Famil...

Umzug und andere Kleinigkeiten

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Die Anzahl der Beiträge hier pro Monat nimmt stetig ab. Das liegt vor allem daran, dass ich derzeit meist an meinem Schreibtisch rumhänge und mich durch meine Abschlussarbeit quäle. Mein englisches Leben ist also dem LL.M. zu Liebe auf Standby. Das ändert sich etwas am Sonntag. Da werde ich offizielles Mitglied der Frauenbande in Hove. Sue, die Mutter, holt mich und meinen Kram hier ab und dann beginnt auch offiziell ein neues Jahr. Ich bin gespannt ob ich dann noch zum konzentrierten arbeiten komme, da die Mädels noch Schulferien haben. Ich hoffe mal das Beste, denn die Universität und dazugehörige Bibliothek sind dann weit und die Flucht kann mich eine Stunde Bus-/Zugfahrt kosten. Es ist gut möglich, dass ich zunächst nicht über das Internet erreichbar sein werde. Ich weiß nicht wie schnell sich das dort alles ergeben und einrichten wird. Meine Telefonnummer habt ihr ja für den Notfall und die neue Adresse bekommt ihr, sobald ich wieder Internet habe. Am Freitag ist der Auftakt zur R...

1095 Tage

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Da ich nun wieder sicher bin ein Publikum zu haben, werde ich euch natürlich weiterhin mit kleinen Geschichten aus England versorgen. Ich danke euch von ganzem Herzen für all' eure E-Mails, Textnachrichten, Postkarten und Kommentare. Meine Masterarbeit bringt mich an meine Grenzen. Jeder der schon einmal das Vergnügen hatte eine Abschlussarbeit schreiben zu dürfen, kann das nachvollziehen. Sollte es dem ein oder anderen Leser erspart geblieben sein beglückwünsche ich ihn.Wenn ich schlafe, dann sehr schlecht, da mich der Druck und die leichte Panik auch Nachts gern auf Trab halten. Also bin ich tagsüber übermüdet, unausgeglichen und unkonzentriert. Die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Studientag. Das letzte Treffen mit meinem Supervisor brachte mir zwar mehr Klarheit aber auch größeren Druck. Von mir wird nun, da ich den Job und den PHD bekommen habe, ein Abschluss von mindestens 67 % erwartet. Bisher lagen meine Aufsätze zwischen 60 und 65%. Aber das wird schon! Hoffe...

Anwesenheitsüberprüfung

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Life is what happens to you while you're busy making other plans. John Lennon, "Beautiful Boy" English singer & songwriter (1940 - 1980) Bevor ich euch von den aktuellen Ereignissen berichte, möchte ich sicher gehen, dass ich auch noch Publikum habe. Immerhin sind dies DIE Nachrichten des Jahres! Ich hoffe daher auf ähnlich rege Reaktionen wie zum Eintrag über meine Ergebnisse. Ich bin gespannt! KA-Anne und ihr Entscheidungsproblem habe ich euch ja bereits vorgestellt. Nun ja, wie soll ich sagen: Sie ist verschwunden. Das Problem bestand ja darin sich zu entscheiden ob ich einen PHD (Doktor) hier in England ablege oder nach Dresden zurückkehre um dort mein Referendariat zu starten. Mein Bauchgefühl kehrte nach gefühlter Ewigkeit zu mir zurück und begleitete mich letzten Donnerstag in mein Vorstellungsgespräch. Genau 20 Minuten nachdem ich das Büro verlassen hatte wurde bereits eine E-Mail an mein Postfach versendet: "Dear Anne, Thank you very much for attend...

Abenteuer auf dem Bauernhof

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Ich sollte eigentlich den ganzen Tag sehr strebsam und fleißig an meiner Abschlussarbeit sitzen. Naja, ich sollte!Vor einiger Zeit erwähnte ich glaube ich einmal, dass ich nur ein paar der Rugby Mädels behalten werden, weil mir die restlichen zu anstrengend werden. Die drei Ladies die ihr in den folgenden Bildern zu sehen bekommt gehören zu diesem ausgewählten Kreis. (Hannah) (Jess und Pip) Hannah und Jess versprachen mir bei unserem letzten Treffen der Rugbymädels einige Ausflüge im Sommer und heute stellte sich heraus, dass sie dies wohl auch so meinten. Sehr spontan wurde ich auf eine englische Farm entführt. Ich wäre nie auf die Idee gekommen mir das von selbst anzusehen, aber warum nicht.Den Mädels ging es vor allem um den Teil der Farm der Cider verkauft. Gefühlte Hundert Fäßchen standen in einer Scheune zur Verkostung bereit. Nach der vierten Probe war ich mir dann sicher: Ich mag Cider nicht! Brav probierte ich aber noch die ein oder süße Variante, konnte mich aber wirklich nic...