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Es werden Posts vom Januar, 2010 angezeigt.

Glück

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Glück ist nicht in einem ewig lachenden Himmel zu suchen, sondern in ganz feinen Kleinigkeiten, aus denen wir unser Leben zurechtzimmern. Carmen Sylva Also habe ich beschlossen zu "zimmern". Ich weiß nicht was Charline dazu sagen wird und erstaunlicherweise kümmert es mich kaum, doch ich habe jetzt ein Zimmer in dem ich mich wirklich wohlfühle und das ich MEIN Reich nennen kann. Vielleicht wird mir diese Kleinigkeit noch helfen mich hier einzuleben oder mir, sollte es nicht gelingen, ein Refugium zu verschaffen in dem ich mich verkriechen kann bis der Frühling kommt.

Ich bleib' mit mir stehen...

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Ich weiß dieser Blog liest sich oft wie ein Märchenbuch. Mir passieren auch soviele wunderbar märchenhafte Dinge, dass ich vergesse von den Schattenseiten zu berichten und natürlich gibt es jede Menge davon. Aber es macht nun einmal einfach keine Freude über weniger schöne Sachen zu berichten und ich will das Keiner so weit weg von mir sitzt und sich Sorgen um mich macht. Also hatte ich wohl beschlossen nur die schönen, spannenden kleinen Abenteuer weiter zu tragen. Doch das ist nicht fair. Denn auch die weniger schönen Sachen prägen dieses Jahr und verändern mich. Mein naives Weltbild geriet am Donnerstag in Schieflage. Auf dem Weg zum ersten Rugbytraining, das letztlich ohne mich stattfand, hab ich mich verlaufen und bin einem zuerst eher freundlich gesinnten Teenager begegnet. Ich beherrsche die französische Sprache nicht und er nicht die englische, so dass Missverständnisse wohl vorprogrammiert waren. Als er mir jedoch mein Mobiltelefon aus der Hand riss war das eher unmisverständl...

Liebe ist....

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Ach Toulouse, es ehrt dich wirklich wie sehr du dich um mich bemühst. Du lässt mich mitten im Januar in einem Straßencafé sitzen und die Sonne genießen. Du gibst dich weltoffen um meine Sehnsucht nach der Insel zu beschwichtigen und bestichst an jeder Ecke mit wunderschöner Architektur und interessanten Bauten. Deine verschlafenen Gassen sind genauso liebenswert wie dein stürmiches, schnelllebiges Zentrum und deine Bewohner sind nicht halb so französisch wie man befürchtet. Auch überraschst du mich immer wieder mit beeindruckenden Accessoires und machst mir zauberhafte Geschenke. Ich ehre all' deine Aufmerksamkeiten und werde die Zeit mit dir genießen, doch verzeih' mir! Mein Herz gehört einer anderen.

Université Toulouse 1 Capitole

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So lautet der offizielle Name der Universität an der ich mich in den nächsten 3 Monaten bilden darf. Das System der verschiedenen Universitäten hier habe ich noch nicht ganz begriffen und ohne Sprachkenntnis wird sich mir das Ganze wohl auch leider nicht erschließen. Aber immerhin weiß ich dank Charline wie ich den Weg zu "meiner" Universität finde und wen ich fragen kann, sollte ich mich mal verlaufen. Die Vorlesungen hier finden tatsächlich, wie versprochen auf englisch statt. Nur Zwischenfragen und Gruppendiskussionen gleiten das ein oder andere Mal in die Muttersprache der meisten Anwesenden ab. Ich warte dann einfach immer bis die Standpunkte ausgetauscht sind und frage nach dem Ergebnis. Gestern haben wir uns an dem Punkt dann nochmal eine Diskussion auf englisch geliefert, weil ich nicht ganz ein verstande n war. Die Studenten sehen als gute Übung an, da sie in diesen Vorlesu ngen auch Vorträge auf englisch halten sollen und auch die mündliche Prüfung am Ende des ...

Bonjour...

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Es hätte einen schlimmeren Start geben können, als sich mit einer süßen Französin einen Doppeltbett teilen zu müssen. Ich bin auf jedenfall trotz des Wetters gut wieder auf dem Festland gelandet und wurde von Charline sogar mit dem Auto vom Flughafen abgeholt. Ihre, und nun meine, Mitbewohnerinnen Miriam und Elise sind genauso unglaublich sympathisch wie Charline und geben sich alle Mühe, dass ich mich heimisch fühle. Bis Donnerstag leben wir in dieser 4 Zimmerwohnung im 10. Stock eines 15 Etagen großen Neubaus zu viert. Ab Donnerstag Nachmittag nimmt Charline dann meinen Platz in England ein. Auch die beiden anderen Ladys verlassen mich bis Sonntag um ihre Freunde in aller Welt zu besuchen. Ich werde die Zeit nutzen um Toulouse besser zu erkunden. Wir wohnen nah am Zentrum und so ist es nur ein 10 Minuten Fußweg zur Innenstadt. Mit Bus und U-Bahn braucht man 15 min zur Universität. Wenn man zur U-Bahn läuft ist es allerdings nur unwesentlich weniger, jedoch scheint Trägheit den Franzo...

Toulouse

Not the snow, not the rain Can change my mind The sun will come out, wait and see And the feeling of the wind in your face Can lift your heart Oh there’s nowhere I would rather be ‘Cause on my way now – well and truly I’m on my way now Phil Collins - On my way

Schnee

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Dieses Wort allein müsste eigentlich reichen um euch das Problem zu verdeutlichen. Gestern als ich auf dem Rückweg aus der Stadt war begann es zu schneien und ich fand es anfangs wirklich garnicht so übel. Jedoch besitzt Schnee die unschöne Eigenschaft sich nicht mäßigen zu können. Ich kann zwar nachwievor die gewissen Schönheit in diesen Bildern nicht verleugnen, jedoch verfliegt diese Anwandlung schnell, wenn ich mir die Konsequenzen vor Augen führe. Um das Problem vollständig zu erfassen, muss man sich mit Brightons geographisch e r Lage etwas auskennen. Brighton liegt nicht nur direkt an der Küste, sondern hat in seinem Rücken, auf dem Weg ins Landesinnere, eine wunderbare bergige Landschaft liegen. Einen Teil dieser Hügel muss ich nun überwinden um zu meiner Wohnung und zur Universität zu kommen. Der Bus den ich gestern Abend nahm, schaffte es zwar noch ein Stück weit den Berg hinauf, musste dann aber aufgeben. Also hieß es aussteigen, Weg beschreiben lassen und heim stapfen. ...

New Years Eve

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Da sich meine Ankunft in Brighton dank Easyjet um 7 Tage verzögerte, fielen auch meine ursprünglichen Silvesterpläne mehr oder weniger ins Wasser. Schließlich ist es hier nahezu unmöglich die gut ausgeplanten Rugbyladies innerhalb von zwei Tagen zu erwischen und abzuklären wer was wann wo feiert. Also beschloss ich, ganz neue Anne, den Abend mit mir, einer Piccoloflasche Roséwein und Brighton zu verbringen. Aufgrund meiner bisherigen Puberfahrungen ging ich davon aus nicht lange allein unterwegs zu sein. Ich verließ meine Bude schon gegen 21Uhr, da die Busfahrer hier großzügig zwei Stunden frei bekommen haben und so zwischen 22Uhr und Mitternacht kein Bus fahren sollte. In der Stadt angekommen zog es mich zuerst zum Pier. Dank der Winteröffnungszeiten war der nicht mehr beleuchtet, aber der schicke Weihnachtsbaum davor war dennoch ein Foto wert. Wie ich da so stand und meine Fotos machte schlenderte auf einmal ein Teenie mit Bierdose in der Hand ins Bild, wurde ganz nervös und fragte ...