"Liar, liar pants on fire!"
Ich sollte eben nichts versprechen, was ich nicht halten kann! Was habe ich mir auch dabei gedacht. Ich schaffte es ja gerade mal regelmäßig an meiner Doktorarbeit zu tippseln, E-Mails zu beantworten und Bewerbungen zu schreiben. Es hätte mir klar sein sollen, dass dabei kein Antrieb bleibt um den Blog zu unterhalten.
Nun ja. Bilder angucken macht doch sowieso viel mehr Spaß, oder? Also werde ich das schlecht verfasste Getippsel kurz halten und euch einen bebilderten Überblick über das bisherige Jahr verschaffen.
Das Jahr begann so wie das alte endete: eine Menge Rugby und noch mehr Arbeit! Neben der Promotion arbeitete ich auch schwer an einem Finanzplan für das nächste Studienjahr. Immerhin sollte ja meine Förderung am 30.09. auslaufen. Ich schlug mir also, ganz nebenbei, so manchen Abend mit Bewerbungen um die Ohren. Dazu aber später! Zusammenfassen lassen sich Januar bis März also in folgenden Bildern:

("Ich könnte einfach mit der Widmung anfangen!")

Achja! Und es gab noch die Mausrettungsaktion! Über die Weihnachtsferien war ein kleiner Nager in unser Büro eingezogen. Wir wollten ihn vor dem Kammerjäger retten, lockten ihn in eines Stuhlbeine und trugen dann den ganzen Tisch nach draußen. Dort durfte Gavin dann entfleuchen. Ich schätze unsere Schokoladen- und Keksberge werden ihm fehlen!
Im April schmissen wir Rugbymädels uns dann für den Sportball in Schale.


Natürlich haben wir auch Rachels Geburtstag groß gefeiert. Mit Kuchen, Sonne und Ausflug ins Harry Potter Land.


Den Kuchen habe tatsächlich ich gebacken. Damit ich das durchstehe hatte ich eine Skypestandleitung nach Berlin und wurde von zwei zusehendst angetrunkenen WG-Schönheiten beim Backen beraten. Es kostete mich sechs wertvolle Lebensstunden, doch Rachels Freude am nächsten Tag war es wert!
Im Juni stand mir dann etwas bevor, was ich mir schon seit Jahren vorgenommen hatte: Mein erster Festivalbesuch! Ich bin immer davon ausgegange, dass es Rock am Ring werden würde. Es wurde nun nur das größte und erfolgreichste Festival Großbritanniens... Glastonbury. Rachel schaffte es mir einen Platz als Freiwillige bei einer Wohltätigkeitsorganisation zu besorgen. So mussten wir zwar bei drei Schichten als Ordner arbeiten, hatten aber fünf Tage lang kostenlosen Zutritt zum Festival und auch die Möglichkeit die unbevölkerten Schleichwege zwischen den Bühnen zu benutzen.
Es war großartig!!! Wohl vor allem, weil wir nicht vor Ort zelten musste, sondern im Nahe gelegenen Haus von Rachels Eltern unterkam. Nur für die Frühschicht am Montag übernachteten wir auf besondere Art, aber seht selbst.
Dem Juni folgt der sonnige JULI! Geburtstagsmonat! Ich hatte zauberhaften Besuch von Mamà und Hexe und seeehr überraschenden Besuch vom T. Der saß einfach mitternächtlich in meinem Wohnzimmer. Ich brauchte gute zwei Tage bis ich meinen Augen glauben wollte!
Es war ein großartiger Geburtstagsmonat!
Juli bedeutete aber auch den Abschied von den Rugbydamen. Ich werde mich wohl bis zur Abgabe der Arbeit auf Laufen und Schwimmen beschränken müssen.
Im August hatte ich die Ehre den Freundeskreis von Hannah, einer meiner Mitbewohnerinnen, kennenzulernen. Sie lud zum Picknick auf ihrem Feld ein. Ja, ihr Feld. Mitten im Nirgendwo breiteten wir die Picknickdecke auf ihrem Grund und Boden aus. Ein bunter, lauter Weiberhaufen! Sie waren sich nicht mal zu fein eine Runde Rounders (so etwas wie die Urform des Baseball) zu spielen.
Es sieht nun so aus als hätte ich wirklich einiges erlebt in den letzten Monat. Vielleicht sollte ich mir selbst öfter solche Bilder anschauen um mich zu erinnern.
Jetzt ist wohl später. Die Promotion und die Bewerbungen fraßen eine Menge Zeit und noch mehr Nerven. Doch letztlich sollte es sich bezahlt machen. Einige von euch wissen es ja bereits. Ich habe ein Angebot von der Open University bekommen, die mir einen Arbeitsvertrag für drei Jahre anbieten will. Ich bleibe also noch mindestens drei weitere wunderbare Jahre in diesem wunderbaren Land und meine Finanzprobleme sind gelöst. Naja, bleibt also nur noch die klitzekleine Herausforderung eine Vollzeitstelle und eine Promotion unter einen Hut zu bekommen.
Eeeeeek...




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