Brighton Walk

Ich habe euch ja versprochen euch mit Bildern meines neuen Lebensmittelpunkts zu versorgen und TADAAAAA, hier sind sie auch schon.
Entstanden sind diese Fotos bei einer Stadtführung durch Brighton, die von dem Büro für Internationale Studenten hier an der Universität angeboten wurde. Unser Weg führte uns dabei durch den Stadtkern von Brighton, dann etwas an der Seafront entlang und endete schließlich am Royal Pavilion, nach dem Brighton Peer das bedeutendste Wahrzeichen dieser Stadt.



Auf diesem Bild seht ihr das wohl älteste Haus in Brighton. Dazu muss man wissen, dass dieses hübsche Küstenstädtchen mehrmals von den bösen, bösen Franzosen in Brand gesetzt wurde. Leider bin ich kein historisch hoch interessierter Mensch, so dass ich mir die Jahreszahl des letzten Brandes nicht gemerkt habe. Aber unser Stadtführung hat es ziemlich treffend ausgedrückt "We have always bombed each other!" Englisch-Französische Freundschaft eben.




Brighton war ein Ort der vor allem von der Fischerei lebte. Die meißten Männer arbeiteten als Fischer und noch heute gibt es direkt an der Seafront den ein oder anderen Laden, der eigens gefangenen und frisch geräucherten Fisch verkauft. Da ich mein Wörterbuch nicht dabei hatte und mir daher die Karte nicht übersetzen konnte, habe ich bei diesem ersten Besuch aber lieber die Hände davon gelassen. Erstaunlich ist, dass dieser frische Fisch nicht mehr kostet als der Fast Food Kram den man sonst überall kaufen kann. Sollte ich das nächste Mal in der Innenstadt hungern, werde ich also mit Wörterbuch bewaffnet den niedlichen Fischerladen stürmen.

Die nächsten Bilder zeigen Brightons "Lanes". Dies ist der Teil der Innenstadt indem man vor allem die teuren Restaurants, die schicken Läden und damit auch die obere Schicht der Brighton Bewohner findet.











Diese Straße gehört zu den North Laines, wo man im Gegensatz zu den Lanes auch als normaler Bürger shoppen gehen oder einen Snack genießen kann. Hier reihen sich die verschiedensten Läden direkt aneinander.




Die Geschichte dieser Häuser fand ich persönlich sehr spannend. Sie stehen nur 5 Minuten Fußweg von Brightons Hauptbahnhof entfernt und wurden einst für nur 80 GBP pro Stück für die Arbeiter der Bahn errichtet. Die Männer sollten damals die Gleise in Brighton verlegen und wurden mit ihren Familien in diesen winzigen Häusern unter gebracht. Heute kostet so ein Haus im günstigsten Fall 300.000,00 GBP, ist aber um einiges beliebter als damals. Trotz der geringen Wohnfläche bevorzugen gerade Londonpendler diese Häuser aufgrund der Nähe zum Bahnhof. So hat man als Pendler einen ähnlich langen Heimweg, als wenn man in London selbst mit der U-Bahn die halbe Stadt durchqueren müsste, wohnt aber in einem erholsamen Küstenstädtchen.

Das nächste Bild zeigt den Royal Pavilion. Die Historiker unter euch wissen wahrscheinlich besser als ich welcher König wann welche Prinzessin heiratete. Ich versuche mich dennoch in Königsgeschichte. Georg III., ein Hannoveraner glaub ich, hatte ein Söhnchen, Georg IV. wie sollte er anders heißen. Als Papi ein bißchen verrückt wurde musste der Sohnemann die Amtsgeschäfte übernehmen und hat sich als erstes mal diesen Prachtstück errichten lassen. Das Gebäude erinnert von Außen an eine Moschee, von Innen hat es einen sehr starken asiatischen Stil. Leider war das Fotografieren im Gebäude nicht gestattet und ein überall präsenter Sicherheitsdienst setzte das auch durch.
Zurück zum Söhnchen. Der Gute erinnert charakterlich etwas an den Sonnenkönig, da er rauschende Feste, Frauen und Angeberei liebte wie nichts anderes. In seinen jungen Jahren war er in der Gesellschaft als überaus angenehmer Gastgeber bekannt und so ist die untere Etage des Pavilions vor allem auf Party ausgelegt. Geschlemmt wurde damals in 24 Gängen! *lechz*
Die zweite Etage steht im total Bruch zum Erdgeschoss. Dort war von Prunk nichts mehr zu sehen, sondern nur von praktischer, spießiger Einrichtung. Dort soll sich Sohnemann auf seine alten Tage aufgehalten haben. Die Partys hatten da wohl ein Ende, weil der eitle Kerl sich niemandem mehr zeigen wollte. Ich denke das reicht an improvisierter Geschichte. Ich hätte das sicher durch Recherche glaubwürdiger gestalten können, aber naja.


Die letzten Bilder zeigen eine weitere kleine Sehenswürdigkeit von Brighton, den Dome. Darin fand gestern die Willkommensfeier der Internationalen Studenten statt. War sehr unterhaltsam. Ich habe jetzt Urlaubspläne für Griechenland, Spanien, Brasilien und China. Wobei es wohl am unwahrscheinlichsten ist das ich jemals einen Fuß auf asiatisches oder südamerikanisches Gebiet setze. Die Flüge sind einfach zu lang!




Kommentare

  1. Das mit den afrikanischen / kenianischen Mitbewohnerin kommt mir irgendwie bekannt vor. Nimm dich in Acht die sind verdammt Liebestoll!!!
    Finde es schön das du deine Zeit dort drüben geniesst. Weiter so.

    Denk an dich!

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