1095 Tage
Da ich nun wieder sicher bin ein Publikum zu haben, werde ich euch natürlich weiterhin mit kleinen Geschichten aus England versorgen. Ich danke euch von ganzem Herzen für all' eure E-Mails, Textnachrichten, Postkarten und Kommentare.
Meine Masterarbeit bringt mich an meine Grenzen. Jeder der schon einmal das Vergnügen hatte eine Abschlussarbeit schreiben zu dürfen, kann das nachvollziehen. Sollte es dem ein oder anderen Leser erspart geblieben sein beglückwünsche ich ihn.Wenn ich schlafe, dann sehr schlecht, da mich der Druck und die leichte Panik auch Nachts gern auf Trab halten. Also bin ich tagsüber übermüdet, unausgeglichen und unkonzentriert. Die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Studientag. Das letzte Treffen mit meinem Supervisor brachte mir zwar mehr Klarheit aber auch größeren Druck. Von mir wird nun, da ich den Job und den PHD bekommen habe, ein Abschluss von mindestens 67 % erwartet. Bisher lagen meine Aufsätze zwischen 60 und 65%. Aber das wird schon! Hoffentlich!
Ich muss nur das schlafen wieder lernen, dann bin ich tagsüber auch produktiver!
Um etwas Ausgleich in meinen Studienalltag zu bringen beschloss ich gestern einen Ausflug zu machen. Ich hatte bis heute Andrea für ein paar Tage zu Besuch. Wir kennen uns vom Jurastudium in Dresden, sehen uns aber leider viel zu selten. Nachdem Andrea zwei Tage lang allein die Insel erkundete, machten wir uns also gestern auf den gemeinsamen Weg nach Arundel um Arundel Castle zu bewundern.
Ich muss nur das schlafen wieder lernen, dann bin ich tagsüber auch produktiver!
Um etwas Ausgleich in meinen Studienalltag zu bringen beschloss ich gestern einen Ausflug zu machen. Ich hatte bis heute Andrea für ein paar Tage zu Besuch. Wir kennen uns vom Jurastudium in Dresden, sehen uns aber leider viel zu selten. Nachdem Andrea zwei Tage lang allein die Insel erkundete, machten wir uns also gestern auf den gemeinsamen Weg nach Arundel um Arundel Castle zu bewundern.
Am Eingang durfte man sich für den Umfang seiner persönlichen Schlossbesichtigung entscheiden. Mein Geldbeutel riet mir zur kleinstmöglichen Variante. Während Andrea also bis in die Schlafzimmer des immernoch bewohnten Schlosses vordrang, machte ich mich auf den Weg in den Garten dieses Traumpalastes. Am Ende hat jeder von uns ohne Schwierigkeiten 3 Stunden auf dem Gelände zugebracht und war begeistert.
Ich schlich über Kieswege an relativ wild wirkenden Bereichen des Gartens vorbei und bestaunte ebenso kunstvoll dekorierte Beete und Rasenflächen.
Am Schlosseingang fand ich Andrea wieder und wir entspannten im Rosengarten des Schlosses und tauschten unsere Eindrücke aus. Es gab in den letzten Jahren leider zu wenig Zeit mit Andrea, aber immer wenn wir zusammen sind, stellen wir fest wie ähnlich wir uns in unserem Denken sind und das wir einander gut tun. Die Adresse dieses Blogs hat sie jetzt und vielleicht liest sie das hier: Danke, ich bin froh, dass du da warst!
Auf einer der Holzbänke muss ich wohl eine halbe Stunde gesessen und die Menschen um mich herum beobachtet haben. Fern von LL.M., PHD und Au-Pair konnte ich von allen Erwartungen und Plänen befreit tief durchatmen.
Ich freue mich nach wie vor auf die nächsten drei Jahre und weiß, dass es die richtige Entscheidung war. Doch gerade kurz vor dem Abschluss des LL.M. wird mir bewusst wir unfassbar groß und beängstigend ein PHD ist im Vergleich. Wenn ich jetzt schon wieder anfange an meinen Fähigkeiten zu zweifeln, wie soll das dann erst in den nächsten drei Jahren ablaufen?
Da ich dem Kratzen nicht nachgeben will, werde ich das Monster heute zum DVD Abend zu Bea mitnehmen. Es wird sich wie immer zu Tode langweilen und lässt sich dann hoffentlich eine Weile nicht mehr sehen. Am Montag werde ich dann meinem sogenannten Supervisor erklären, dass er mir lieber helfen soll produktiv zu arbeiten anstatt mir zu erklären, dass ich schon längst wenigstens 5.000 Wörter hätte schreiben müssen und das ich das ja ernst nehmen soll. Wenn dann schließlich nur mein eigener winziger Zweifel bleibt und ich weiterhin mein stärkster Kritiker bin, wer will mich dann noch davon abhalten 1095 Tage lang glücklich und erfolgreich zu sein?
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