Visite d'Allemagne
Die Tage hier vergehen schnell wenn man sich auf die Prüfung vorbereiten und für den nächsten Aufsatz recherchieren muss. Die Abende verbring ich meist bei Rotwein mit meinen Mitbewohnerinnen oder mit Vladi im Kino oder Irish Pub.
Das letzte Wochenende war auch nicht zu verachten, da ich von meiner Cousine eingeladen wurde und so den Samstag Abend und Sonntag Vormittag bei ihr verbrachte. Ihr Mann arbeitet bei Airbus, wie überraschend, und sie wohnen zusammen mit ihrer kleinen gerade zahnenden Tochter in einem Häuschen in einem französischen Dorf ca. 20 min von Toulouse entfernt. Wir haben geschwatzt bis uns die Augen zu fielen um dann nach dem Aufstehen gleich wieder los zulegen. Einfach fantastisch! Ich werde das auf jedenfall nochmal wiederholen, bevor ich Frankreich hinter mir lasse.
Die vergangene Woche dann war die wohl mit Abstand beste bisher. Ich hatte eine Woche vorlesungsfrei. In England wird das "Readingweek" genannt, ob es hier einen speziellen Begriff dafür gibt weiß ich nicht, auf jedenfall waren Ferien. Um mir diese Zeit hier zu versüßen machte sich einer der wohl überarbeitesten Dresdner auf den Weg hierher. Dieser Weg war wohl nicht so einfach. Von Dresden ging es mit dem Zug nach Hamburg. Dort blieb er eine Nacht im Hotel und am nächsten Tag ging es dann mit dem Flieger nach Toulouse. Noch ein Beweis dafür, dass diese französische Stadt sehr weltfremd ist. Wir verbummelten die Woche mit Wein trinken und einer Menge Rumalberei.
Natürlich habe ich ihm auch die Stadt etwas gezeigt, aber hier gibt es einfach nichts wirklich interessantes zu sehen. Außer den Friedhof direkt vor unserer Haustür. Den haben wir dann auch gleich am Dienstag bewundert.

Das Gelände ist von oben schon ziemlich beeindruckend. Doch wenn man dann erstmal die großzügigen Wege beschreitet ist man nur überwältigt.

Jahrhunderte alte Familiengräber werden auf diesem Friedhof heute noch gepflegt und fortgeführt. Das was von oben aussah wie immer frische Blumen sind entweder kunstvolle Keramikmeisterwerke oder einfache Kunstblumen aus Perlen oder Plastik.


Ich hätte mich auf dem Gelände hoffnungslos verlaufen und war froh einen orientierungsfähigen Menschen bei mir zu haben.
Natürlich haben wir uns auch unter die Lebenden gewagt. Meine Cousine empfahl mir einen Tagesausflug nach Carcassonne. Die meisten Bedenken hatte ich dabei in Bezug auf den Fahrkartenkauf für die Zugfahrt. Meine bisherigen Erfahrungen hatten mich ja gelehrt das Fremdsprachenkenntnisse rar sind. Doch am Bahnhof war das überraschend unkompliziert. In einem geradezu perfekten englisch erwarben wir unsere Fahrkarten und machten uns auf die ca. 50 minütige Zugfahrt. Die Regionalzüge hier sind um einiges komfortabler als die Züge in Deutschland und ich würde fast sagen auch einen Hauch angenehmer als in England, aber das sage ich lieber nicht zu laut.
Carcassonne war definitiv eine Reise wert. Dabei geht es nicht um das neuzeitliche Städtchen selbst, sondern um die mittelalterliche Stadt die auf einer Anhöhe über dem heutigen Carcassonne trohnt.

Ja, das Spiel wurde von diesem Traum einer Stadt inspiriert.

Viele von euch kennen ja meinen dezenten Mittelaltertick und meinen Hang zu Schloss- und Burgbesichtigungen. Doch dieses Prachtstück war unglaublich. Es ist einfach so gut erhalten und wird auch heute noch bewohnt.


Von außen kann man das Innenleben nicht einmal erahnen. Innerhalb der aus verschiedenen Jahrhunderten stammenden Stadtmauern liegen Cafès, Restaurants, Hotels und eine Menge verschiedener Geschäfte. Doch diese sind nicht in plumpen Neubauten untergebracht, sondern nutzen die in der Stadt gegebenen Gebäude. Ich hoffe die Bilder vermitteln euch einen Eindruck von der Schönheit dieses Städtchens.


Am Donnerstag hatte ich meine zweite Sprachstunde. Von den vormals 30 Teilnehmern kamen nur ca. 10 wieder. Anfangs war ich verzweifelt, konnte den Fragen der Lehrerin kaum folgen und musste meine Wut auf meine Unfähigkeit ein weiteres Mal nieder kämpfen. Doch nach ca. 30 Minuten konnte ich besser folgen und kann nun auf franzsösisch zählen und das Datum benennen. Auch hatten wir unseren ersten Grammatikteil indem uns die zwei im gesprochenen französich verwendeten Vergangenheitsformen erklärt wurden.
Die vergangene Woche dann war die wohl mit Abstand beste bisher. Ich hatte eine Woche vorlesungsfrei. In England wird das "Readingweek" genannt, ob es hier einen speziellen Begriff dafür gibt weiß ich nicht, auf jedenfall waren Ferien. Um mir diese Zeit hier zu versüßen machte sich einer der wohl überarbeitesten Dresdner auf den Weg hierher. Dieser Weg war wohl nicht so einfach. Von Dresden ging es mit dem Zug nach Hamburg. Dort blieb er eine Nacht im Hotel und am nächsten Tag ging es dann mit dem Flieger nach Toulouse. Noch ein Beweis dafür, dass diese französische Stadt sehr weltfremd ist. Wir verbummelten die Woche mit Wein trinken und einer Menge Rumalberei.
Natürlich habe ich ihm auch die Stadt etwas gezeigt, aber hier gibt es einfach nichts wirklich interessantes zu sehen. Außer den Friedhof direkt vor unserer Haustür. Den haben wir dann auch gleich am Dienstag bewundert.
Das Gelände ist von oben schon ziemlich beeindruckend. Doch wenn man dann erstmal die großzügigen Wege beschreitet ist man nur überwältigt.
Jahrhunderte alte Familiengräber werden auf diesem Friedhof heute noch gepflegt und fortgeführt. Das was von oben aussah wie immer frische Blumen sind entweder kunstvolle Keramikmeisterwerke oder einfache Kunstblumen aus Perlen oder Plastik.
Ich hätte mich auf dem Gelände hoffnungslos verlaufen und war froh einen orientierungsfähigen Menschen bei mir zu haben.
Natürlich haben wir uns auch unter die Lebenden gewagt. Meine Cousine empfahl mir einen Tagesausflug nach Carcassonne. Die meisten Bedenken hatte ich dabei in Bezug auf den Fahrkartenkauf für die Zugfahrt. Meine bisherigen Erfahrungen hatten mich ja gelehrt das Fremdsprachenkenntnisse rar sind. Doch am Bahnhof war das überraschend unkompliziert. In einem geradezu perfekten englisch erwarben wir unsere Fahrkarten und machten uns auf die ca. 50 minütige Zugfahrt. Die Regionalzüge hier sind um einiges komfortabler als die Züge in Deutschland und ich würde fast sagen auch einen Hauch angenehmer als in England, aber das sage ich lieber nicht zu laut.
Carcassonne war definitiv eine Reise wert. Dabei geht es nicht um das neuzeitliche Städtchen selbst, sondern um die mittelalterliche Stadt die auf einer Anhöhe über dem heutigen Carcassonne trohnt.
Ja, das Spiel wurde von diesem Traum einer Stadt inspiriert.
Viele von euch kennen ja meinen dezenten Mittelaltertick und meinen Hang zu Schloss- und Burgbesichtigungen. Doch dieses Prachtstück war unglaublich. Es ist einfach so gut erhalten und wird auch heute noch bewohnt.
Von außen kann man das Innenleben nicht einmal erahnen. Innerhalb der aus verschiedenen Jahrhunderten stammenden Stadtmauern liegen Cafès, Restaurants, Hotels und eine Menge verschiedener Geschäfte. Doch diese sind nicht in plumpen Neubauten untergebracht, sondern nutzen die in der Stadt gegebenen Gebäude. Ich hoffe die Bilder vermitteln euch einen Eindruck von der Schönheit dieses Städtchens.
Am Donnerstag hatte ich meine zweite Sprachstunde. Von den vormals 30 Teilnehmern kamen nur ca. 10 wieder. Anfangs war ich verzweifelt, konnte den Fragen der Lehrerin kaum folgen und musste meine Wut auf meine Unfähigkeit ein weiteres Mal nieder kämpfen. Doch nach ca. 30 Minuten konnte ich besser folgen und kann nun auf franzsösisch zählen und das Datum benennen. Auch hatten wir unseren ersten Grammatikteil indem uns die zwei im gesprochenen französich verwendeten Vergangenheitsformen erklärt wurden.
Maintenant J'habite a Toulouse. Avant J'habitais a Brighton.
WAHNSINN! Der Sprachkurs selbst macht eigentlich Freude. Sobald man merkt, man versteht die Lehrerin besser oder kann langsam in beinahe vollständigen Sätzen antworten. In Bezug auf das Erlernen der Sprache ist es wirklich schade nur drei Monate hier zu sein. Nach einem Jahr Frankreich stünden die Chancen wohl wesentlich besser das Erlernte auch zu behalten. Doch das steht nicht zur Debatte!
Im Gegenteil: Rückkehr nach England am 10.04.2010!
Ich bestätige ganz offiziell: Toulouse liegt am Ar... der Welt. Der Rückweg war nicht viel besser, als der Hinweg. Und streikende französische Fluglotsen machen den Weg zwischen der Heimat und Toulouse nicht wirklich "kürzer".
AntwortenLöschenImmerhin konntest du entkommen. Ich muss noch einen Monat durchhalten! Wehe die streiken am 10.04!!! :D
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