Grün und Rot


Mir fiel heute auf wie rar ich mich hier mache. Daher folgt ein klitzkleiner Bericht mit vielen klitzekleinen Neuigkeiten.

Ich befinde mich ja schon seit einer Weile auf der Job- und Wohnungssuche für den Sommer. Die Wohnungssuche hat sich vorerst verschoben, da ich GROßZÜGIGE 6 Wochen vom Au-Pair Dasein freigestellt werde und daher erstmal auf den Umzugstress verzichte. Den Urlaub werde ich nutzen um mit meiner Schönsten und der Mamà über die Insel zu touren und anschließend vollkommen stressfrei Freunde und Familie in Deutschland zu besuchen. Freut euch auf den Sommer!

Die Jobsuche wurde von vollkommen unerwarteter Stelle gefördert. Meinem Dekan wurde ein Gesuch von einem deutschen Anwalt zugetragen der Unterstützung bei seinen Forschungen, Recherchen und Veröffentlichungen benötigte. Das Gesuch richtete sich eigentlich nur an die Bacheloretten, jedoch dachte mein Dekan beim Lesen der Anforderungen sofort an mich und leitete mir die E-Mail weiter. Gesucht wurde: Ein Jurastudent mit Fachwissen im Europäischen Recht, verhandlungssicheren Sprachkenntnissen in Englisch und Deutsch und bei Möglichkeit einer weiteren Osteuropäischen Sprache und flexibler Arbeitsweise mit regelmäßigem Internetzugang. Ich bewarb mich per E-Mail und hatte nach 30 Minuten Antwort und dami Jobzusage. Manchmal ist mir mein Glück nicht Geheuer!

Nun arbeite ich an dem ersten Projekt und mein Name soll zusammen mit dem des Anwalts auf der Veröffentlichung erscheinen. Da ist es wieder, das Irre!

Dann habe ich nun endlich das zweite Trimester unterrichten hinter mir. Im April biete ich nur nochmal drei Wiederholungsseminare an in denen die Studenten Fragen zu ihren Prüfungen stellen können und dann bin ich frei bis Oktober! Bezahlt werde ich trotzdem weiterhin. Ein schöner Job! Welches Fach ich im nächsten Jahr unterrichten darf steht noch nicht fest, jedoch stehen die Chancen sehr gut, dass ich auch hier mein Lieblingsfach unterrichten werde. So toll!

Am letzten Montag durfte ich vor der gesamten Fakultät mein Forschungsthema vorstellen. Ich war vollkommen unnötig aufgeregt. Es erschienen nur ein paar Leute und die Fragen waren alle mit etwas Grübelei zu beantworten. Sie scheinen mein Thema trotz des theoretischen Schwerpunkts zu mögen. Super!

Mein Alltag in England ist derzeit noch rosiger als sonst. Seit über einer Woche schon ist mein Liebster hier.


Während der letzten Woche musste ich mir eingestehen, dass ich in meinem Alltag wirklich kaum Platz für ihn finden würde. Doch nun da ich mich nicht mehr an der Uni blicken lassen muss haben wir in der nächsten Woche sogar Zeit für ein paar Ausflüge!

Entgehen lassen konnten wir uns in der letzten Woche natürlich nicht den Saint Patrick's Day. Dies ist ein irischer Feiertag der dem Schutzheiligen Saint Patrick gewidmet wird. Das Tragen der Farbe grün ist daher Pflicht. Begrünt machten wir uns auf den Weg in den irischen Pub und standen zum ersten Mal überhaupt davor an.


(Ja, da war es schon sehr viele Cocktails später)


Nach einer halben Stunden waren wir endlich drin und hörten live Musik und sahen die lustigen Ir(r)en. Es folgte nach nur 3 Stunden Schlaf ein viel zu früher Start in den Freitag.

Doch auch der hatte einiges zu bieten denn von Grün hieß es nun auf Rot zu wechseln. Red Nose Day ist entgegen meiner Annahmen keine Erfindung von Pro 7 um wieder einen Samstagabend sinnlos zu füllen. Red Nose Day wird hier wirklich gefeiert.



Die Mädels kamen sogar um Ihre Schuluniform herum und durften sich ganz in Rot kleiden. Die spendenfreudigen Briten sammeln an diesem Tag Geld für den Comic Relief. Ich habe noch nicht recherchiert was diese Stiftung dann genau mit dem eingespielten Geld anstellt, aber bei der Begeisterung aller hoffe ich auf viele gute Zwecke.



Dies war auch schon mein kleiner Abriss der Eignisse der letzten Wochen. Ich hoffe euch geht es gut und ich seh' euch bald. Ich verspreche ich beantworte alle noch unbeantworteten E-Mails in der kommenden Woche. Denk' an euch!

Kommentare

  1. Bei uns werden Krebs-Stationen in Kinderkrankenhäusern mit diesen Geldern unterstützt. Nicht medizinisch, sondern für Unterhaltung und Spaß am Krankenbett der Kinder.

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  2. Dann lag ich mit meinem Eindruck ja wirklich vollkommen daneben! Unterhaltung ist doch genau das Richtige für die kranken Mäuse.

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